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Institut für Fahrzeugsystemtechnik Teilinstitut Leichtbautechnologie

Rintheimer Querallee 2
Gebäude 70.04
1. OG, Raum 113 (Sekr.)
76131 Karlsruhe

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Fax: +49 (721) 608-945905


Sprechstundenzeiten Sekretariat:

Dienstag:  
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Donnerstag und Freitag:
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Leichtbau-Sommerworkshop

Leichtbau-Sommerworkshop
Ansprechpartner:

Dipl.-Ing. Clemens Zimmerling

Im Juli 2018 fand der erste Leichtbau-Sommerworkshop für Schülerinnen am FAST-LBT statt.

 

Unter dem Motto „Leichter in die Zukunft“ erkundeten die Schülerinnen die Leistungsfähigkeit moderner Leichtbau-Materialien und -Konstruktionen. In interaktiven Übungen wurden zunächst die möglichen Arbeitsfelder von Ingenieuren erarbeitet, denn nicht nur in Zahnradgetrieben und elektrischen Schaltplänen steckt Ingenieurverständnis. Von der Energieversorgung bis zur Materialentwicklung, von der technischen Kundenberatung bis zur Verkehrsplanung und Medizintechnik, überall stecken Ingenieurköpfe. „Ich wusste gar nicht, wie viel Technik in unserem Alltag versteckt ist“, fasste eine Teilnehmerin ihre Erfahrungen anschließend zusammen.

 

Mit dem Wissen im Hinterkopf ging es im Workshop weiter: Mit professioneller Berechnungssoftware legten die Teilnehmerinnen ihre eigenen Bauteile aus und überlegten, welche Bauteilformen für bestimmte Aufgaben geeignet sind. Obwohl in jedem Bauteil dasselbe Materialvolumen verbaut ist, verhalten sich die Bauteile grundlegend verschieden. Dabei lautet die Devise, dass das richtige Material an die richtige Stelle muss – Kerngedanke des Leichtbaus.

 

Dass sich es sich lohnt, Gewicht einzusparen, motiviert eine kleine Beispielrechnung im Workshop. Allein durch Leichtbaumaßnahmen lässt sich der CO2-Ausstoß von Fahrzeugen enorm reduzieren. Neben der Bauteilgestalt lässt sich auch durch die richtige Wahl des Materials das Fahrzeuggewicht reduzieren, wobei Kunststoffe mit einer Kohlenstoff- oder Glasfaserverstärkung eine entscheidende Rolle spielen. Obwohl Glas aus dem Alltag eher als leicht zerbrechlich bekannt ist, kann es in Faserform sehr große Lasten übertragen. Wie das genau funktioniert, wurde im Workshop besprochen und dann im Computer ausprobiert. „Die Kräfte müssen immer in die Richtung der Fasern zeigen“, schlussfolgerten die Teilnehmerinnen gemeinsam. Kenntnis über die angreifenden Lasten und die Materialverhalten sind also immens wichtig für verlässliche Konstruktionen.

 

Abgeschlossen wurde der Workshop mit der Frage „Und wie kann man Ingenieur oder Ingenieurin werden?“. Interesse an Physik, Chemie und Mathematik in der Schule sind sicherlich hilfreich, aber der Workshop zeigt auch, dass Neugier, Kreativität und eine aufmerksame Beobachtung ebenso wichtig sind für neue technische Ideen und Weiterentwicklungen.

 

Gemeinsames Erarbeiten möglicher Arbeitsfelder von Ingenieuren in der Gruppe
Virtuelle Erprobung von Faserverbundmaterialien in angeleiteten Übungen mit professioneller Berechnungssoftware