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Institut für Fahrzeugsystemtechnik

Institutsteil Fahrzeugtechnik

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76131 Karlsruhe

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Untersuchung zur Wechselwirkung "Reifenrollwiderstand - Nasshaftung - Reifen-Fahrbahn-Geräusch"

Untersuchung zur Wechselwirkung "Reifenrollwiderstand - Nasshaftung - Reifen-Fahrbahn-Geräusch"
Ansprechpartner:

Greiner, Matthias

Motivation

Reifenlabel
Reifenlabel

Das Forschungsprojekt knüpft an die geplante Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über die Kennzeichnung von Reifen in Bezug auf die Kraftstoffeffizienz und andere wesentliche Parameter an. Die Intention der Richtlinie ist, dem Reifenkäufer durch eine einfache und einheitliche Kennzeichnung der Reifen eine Kaufentscheidungshilfe zur Verfügung zu stellen. Ursprünglich fokussierte die Richtlinie ausschließlich auf eine Angabe zur Energieeffizienz der Reifen und damit direkt auf die Reduzierung der vom Straßenverkehr verursachten CO2-Emissionen. Dem Reifenkäufer sollte hiermit eine Hilfestellung zum umweltbewussten Handeln gegeben werden und damit der Reifenindustrie ein Anreiz zur Herstellung energiesparender Reifen. Inzwischen ist die Richtlinie um einen Sicherheitsaspekt und einen Geräuschemissionsaspekt erweitert worden. Danach soll die Reifenkennzeichnung zukünftig die drei wichtigen Gesichtspunkte

  • Kraftstoffeffizienz, CO2-Emission,
  • Sicherheit und
  • Geräuschemission

adressieren. Übertragen auf Reifeneigenschaften fokussiert die Reifenkennzeichnung auf die Kriterien:

  • Rollwiderstand,
  • Nasshaftung und
  • Reifen-Fahrbahn-Geräusch.

Zweifelsohne adressiert die geplante Richtlinie drei wichtige Reifeneigenschaften und verfolgt mit der Reduzierung von Emissionen und der Erhöhung der Sicherheit mehrere Ziele. Sie wird die Entwicklung neuer Reifen forcieren.
Aufgrund der Komplexität des Reifens und den vielfältigen Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Reifeneigenschaften muss trotz einer öffentlichen Fokussierung auf die genannten drei Einzelkriterien weiterhin eine ganzheitliche Auslegung des Reifens angestrebt werden.


Projektziele

Im Rahmen des Forschungsvorhabens soll ein Reifenkollektiv unterschiedlicher Reifen systematisch hinsichtlich wichtiger Eigenschaften untersucht werden. Dabei sollen zum einen die Wechselwirkungen zwischen einzelnen Reifeneigenschaften wissenschaftlich beleuchtet werden. Zum anderen soll die Übertragbarkeit von Ergebnissen verschiedener Messmethoden und deren Aussagekraft für den tatsächlichen Reifengebrauch im alltäglichen Fahrbetrieb analysiert werden.

Im diesem Zusammenhang ergeben sich drei Schwerpunkte, die genauer untersucht werden sollen.

1.    Kann die Optimierung der Reifen hinsichtlich der genannten drei Kriterien zu einer Vernachlässigung anderer wichtiger Reifeneigenschaften führen? Die genannten drei Kriterien sind zwar als bedeutend einzustufen, sind aber bei weitem nicht die einzigen kennzeichnenden Eigenschaften.

2.    Welche Kraftstoffeinsparung bzw. Verminderung der CO2-Emission ist bei Reifen, die gemäß Reifenlabel als rollwiderstandsarm einzustufen sind, im tatsächlichen Fahrbetrieb auf der Straße zu erwarten? Diese Frage ist dadurch begründet, dass im realen Fahrbetrieb nicht die gleichen Bedingungen vorliegen, wie bei der Reifenmessung zur Einstufung gemäß dem Reifenlabel.

3.    Wie sind die Ergebnisse unterschiedlicher Messmethoden einzelner Reifeneigenschaften übertragbar? Neben dem Vergleich unterschiedlicher Methoden soll auch die Korrelation von Prüfstandsmessungen mit Straßenmessungen untersucht und bewertet werden.