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Richtfest für Laborgebäude "Fahrzeugsystemtechnik"

Neubau bietet die infrastrukturellen Voraussetzungen für die Mobilitätsforschung am KIT
Richtspruch des Zimmermanns
Menschen mit Schirmen beim Richtfest
Zu Beginn des Richtfests spielte das Wetter leider noch nicht mit. (Foto: Janina Ruppell)
Anstoßen auf das neue Gebäude
Herr Schöpf stößt beim Richtspruch auf das neue Gebäude an (Foto: Janina Ruppell)
Gäste während des Richtspruchs
Gäste während des Richtspruchs mit Blick auf den Zimmermann (Foto: Janina Ruppell)
Im Gespräch
Im Gespräch über den Neubau: Prof. Gauterin, KIT-Präsident Prof. Hippler, Ltd. Baudirektor Bachmann, Prof. Gratzfeld, Prof. Geimer (v.l.n.r, Foto: Janina Ruppell)

Auf dem Gelände der ehemaligen Mackensen-Kaserne in Karlsruhe entsteht derzeit mit dem Forschungsneubau „Interdisziplinäre Fahrzeugsystemtechnik“ die erforderliche Infrastruktur für die Ausweitung der Forschungsarbeiten des Instituts für Fahrzeugsystemtechnik des KIT. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, um im Verbund mit dem KIT-Schwerpunkt Mobilitätssysteme und dem Kompetenzzentrum KIT-CART methodische und technologische Grundlagen für Fahrzeuge der Zukunft zu erarbeiten.

Die Mobilität der Zukunft mitzugestalten, ist Ziel der Forschungsarbeiten am Institut für Fahrzeugsystemtechnik und des von ihm koordinierten interfakultativen Kompetenzzentrums KIT-CART, Center of Automotive Research and Technology. Als Innovationsportal des KIT-Schwerpunkts Mobilitätssysteme erarbeitet KIT-CART methodische und technologische Grundlagen und konzentriert sich dabei auf landgebundene Fahrzeuge wie Pkw, Nutzfahrzeuge, mobile Arbeitsmaschinen und Bahnfahrzeuge mit dem Fokus auf die Themen Energieeffizienz und Emissionsreduzierung, Fahr- und Arbeitssicherheit, Fahrbarkeit und Benutzerfreundlichkeit.

Mit dem neuen Forschungsbau „Interdisziplinäre Fahrzeugsystemtechnik“ entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Mackensen-Kaserne in Karlsruhe gerade die für diese Forschungsarbeiten erforderliche Infrastruktur. „Der Forschungsbau und die darin installierten Prüfeinrichtungen bieten uns beste Voraussetzungen, um die Fahrzeuge der Zukunft mitzugestalten“, freut sich Professor Frank Gauterin, Sprecher der Institutsleitung.

Der Neubau für die Forschungs- und Erprobungsprüfstände des Instituts für Fahrzeugsystemtechnik am KIT ist nach 6 Monaten Bauzeit im Rohbau erstellt. Am 20. Mai 2010 wurde das Richtfest für die Versuchshalle mit einer Nutzfläche von rund 2100 m² gefeiert. Bis Jahresende werden die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Damit ist die Voraussetzung geschaffen, dass ab Frühjahr 2011 nach Installation des Allrad-Akustik-Rollenprüfstands, des Schwingungsprüffeldes, der Maschinenbetten, der Nfz-Hebebühne, des x-dynodrive-Prüfstands sowie im weiteren Ausbau eines großen Innentrommelprüfstands für Reifen-Fahrbahn-Untersuchungen, der Betrieb aufgenommen werden kann, versicherte Ltd. Baudirektor Günter Bachmann von Vermögen und Bau Baden-Württemberg anlässlich eines Pressegespräches an der Baustelle.

Unter der Projektkonzeption und Steuerung des Amtes Karlsruhe des Landesbetriebes wurde die Stahlbetonkonstruktion unter strikter Einhaltung der Kosten und Termine erstellt. Die gelungene Planung der Architekten Dömges aus Regensburg, die Bauleitung von Wacker und Jungmann aus Karlsruhe und die Bauausführung durch die Firma Ritter aus Schutterwald waren weitere Garanten des gelungenen bisherigen Baugeschehens.

Der Neubau wird von Bund und KIT mit einem Kostenvolumen von GBK = 8.000.000.- € jeweils hälftig finanziert. Für Großgeräte der Prüfeinrichtung werden darüber hinaus 2.340.000.- € und von der Exzellenzinitiative zusätzlich 3.400.000.- € zur Verfügung gestellt.

Ab November werden die komplexen Prüfungseinrichtungen im Gebäude installiert und schaffen damit die infrastrukturellen Voraussetzungen für die Mobilitätsforschung: Diese erfordert die Möglichkeit eines kontrollierten Fahrbetriebs im Labor auf einem Rollenprüfstand ebenso wie experimentelle Simulationsmöglichkeiten statischer und dynamischer Belastungen durch servohydraulische und elektrodynamische Aktoren. Dabei werden nicht nur die Fahrzeuge, sondern auch Fahrer und Insassen definierten Bedingungen ausgesetzt. Ziel der Arbeiten ist insbesondere die Interaktion von Fahrzeug, Fahrer, Infrastruktur, Verkehr und Gesellschaft zu analysieren, zukünftige Entwicklungen abzuschätzen und daraus neue Fahrzeugkonzepte abzuleiten.

Durch seine Konzeption für die Prüfung der unterschiedlichsten Landfahrzeuge, von Pkw über leichte und schwere Lkw bis hin zu Land- und Baumaschinen mit einem Gesamtgewicht bis zu 40 Tonnen wird der geplante Allrad-Akustik-Rollenprüfstand ein Alleinstellungsmerkmal bilden, zumal sich auch Radsätze für Bahnfahrzeuge damit untersuchen lassen. Bei dieser Prüfstandsbauart rollen die Räder des geprüften Fahrzeugs auf großen, einzeln regelbaren Trommeln ab, so dass die Fahrt auf einer Straße bzw. Schiene simuliert wird. Der Prüfstand wird unter anderem für Energieflussbetrachtungen bei verschiedenen Fahr- und Arbeitszyklen sowie für akustische Untersuchungen eingesetzt. Dazu ist eine akustische Auskleidung des Prüfraums vorgesehen.

Der Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg erfüllt sämtliche Aufgaben des Immobilien-, Gebäude- und Baumanagements bei den landeseigenen Gebäuden. Das Amt Karlsruhe ist in diesem Rahmen für die Baumaßnahmen des KIT zuständig.

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und staatliche Einrichtung des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Das KIT verbindet die Aufgaben Forschung – Lehre – Innovation in einem Wissensdreieck.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Website des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Karlsruhe : www.vba-karlsruhe.de