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Exkursion am Lehrstuhl für Bahnsystemtechnik

Deutsches Museum 2
Deutsches Museum 2
Biergarten
Biergarten
Knorr-Bremse
Knorr-Bremse
ICE-Werk
ICE-Werk
Siemens
Siemens Krauss-Maffei Lokomotiven

Bericht der Exkursion vom 25.05. bis zum 27.05.2010 in München von unserem wissenschaftlichen Mitarbeiter Dipl.-Wi.-Ing. Christoph Kühn:

Am Dienstag nach Pfingsten im Jahre des Herrn 2010 war es soweit: Der Lehrstuhl für Bahnsystemtechnik  unter Leitung von Prof. Gratzfeld brach zur ersten mehrtägigen Forschungsreise in seiner noch relativ jungen Geschichte auf. Fahrplanmäßig um 09.06 Uhr rollte der IC 2065 am Morgen des 25. Mais aus dem Karlsruher Hbf. Neben den 20 Studenten, die von Freude erfüllt waren, dass sie einen dieser heiß begehrten Exkursionsplätze ergattern konnten, waren auch alle Mitarbeiter des Lehrstuhls samt Sekretärin dabei.  Letztere entschloss sich hingegen dazu, den Institutshund nicht mitzunehmen. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Stuttgart setzte sich die Fahrt mit einem ICE fort. Die Fahrt verlief ohne Komplikationen und so wurde die bayrische Hauptstadt pünktlich um 12.33 Uhr erreicht.

Am Nachmittag stand eine Führung  im Verkehrszentrum des Deutschen Museums auf der Theresienhöhe an. Von der ersten funktionsfähigen Dampflokomotive bis hin zum Triebkopf des ICE Experimental Versuchszugs wurde die historische Entwicklung des Schienenverkehrs der letzten Jahrhunderte in imposanter Weise zur Schau gestellt.

Die Einkehr in den Augustiner-Keller war dann für den Abend anberaumt. Angemeldet waren wir hier als KLT. Insbesondere der unverkennbar mit Abstand älteste der fünf Akademischen Mitarbeiter genoss den Gerstensaft über alle Maßen … . Schließlich endete der Tag für jedermann im zentral gelegenen Hotel Dolomit. Dolomit ist übrigens laut Wikipedia ein häufig vorkommendes Mineral der wasserfreien Carbonate ohne fremde Anionen. Bis auf sehr wenige Ausnahmen – genau genommen eine – waren die saalähnlichen Zwei-Bett-Zimmer weitläufig und großzügig bemessen. Die Führungsebene (bt01-bt03) behielt es sich dessen ungeachtet vor, in Einzelzimmern Quartier zu beziehen. Anzumerken sei noch, dass sich das Internet für diverse Studenten als Groschengrab herausstellte, da dessen Nutzung ungeahnt mit immensen Extrakosten verbunden war.

Am nächsten Morgen ging es zur Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH , einem der global führenden Hersteller von Bremssystemen für den Nah- und Fernverkehr. Nach einer informativen und extrem beeindruckenden Unternehmenspräsentation wurde die Reisegruppe durch Reibungsprüfstände und begrünte Montagehallen geführt. So mancher Hobbygärtner bekam hier große Augen. Das anschließende Mittagessen in der Betriebskantine konnte im Geschmack vollauf überzeugen. Ebenfalls Wirkung erzielte die formschöne Tasse, die jedem Teilnehmer zum Abschied als Überraschung zuteil wurde.

Für den Nachmittag stand eine Besichtigung des ICE-Werks auf dem Programm. In der gut einen halben Kilometer langen Werkshalle wird auf sechs Gleisen in drei Arbeitsebenen nichts unversucht gelassen, die ICE-Flotte der Deutschen Bahn stets zu warten und auf dem neusten Stand der Technik zu halten. Mit inbegriffen war hier auch das Probesitzen im Cockpit eines ICE 3.

Schließlich stand der Abend jedem frei zur Verfügung. Trotz nächtlicher Aktivitäten einzelner Studenten bis halb fünf in der Früh, versäumte nicht einer das Auschecken aus dem Hotel am nächsten Morgen. Da München in Deutschland zu den Standorten mit der längsten Tradition im Lokomotivbau zählt, wurde am letzten Tag die Siemens Krauss-Maffei Lokomotiven GmbH mit einem Besuch unsererseits beehrt. Der Rundgang durch die Bereiche Rohbau und Endmontage bot Gelegenheit zu einem tiefen Einblick in dieses komplexe Themengebiet.

Letzten Endes brachte uns die Bahn am Donnerstag Nachmittag wieder unbeschadet nach Hause. Besonderen Dank gilt in höchstem Maße primär Frau Dipl.-Chem. Ivana Kramer für die unnachahmlich bis ins Detail durchdachte und ausgesprochen gelungene Organisation.