Institut für Fahrzeugsystemtechnik

DefAhS - Definierter Abtrag hochbewehrter Stahlbetonstrukturen

  • Ansprechpartner:

    Danilo Engelmann

  • Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung 
  • Partner:

    Herrenknecht

    Kraftanlagen Heidelberg

    TMB

    IWF Hannover 

Beim Rückbau von Nuklearanlagen stellen die Dekontamination und Zerkleinerung von Stahlbetonen einen zentralen Punkt dar. Hauptziel ist es, das kontaminierte Material selektiv abzutragen, um das verbleibende Material, das bezogen auf die Gesamtanlage bzw. Gesamtmassen den überwiegenden Anteil darstellt, dem normalen Recyclingkreislauf zuführen zu können. Für die Oberflächendekontamination stehen schon heute einige Verfahren zur Verfügung. Ein Problem besteht aktuell im Abbruch und selektiven Tiefenabtrag von Stahlbetonen, z.B. bei Rissen oder Ausbrüchen, sodass die Oberflächen im Anschluss zum freimessen geeignet sind. Ein vielversprechender Ansatz zur Lösung dieses Problems konnte im Rahmen des vorangegangen Forschungsprojektes „INAS“ dargestellt werden. Auf diesen positiven Erfahrungen aufbauend sollen im Verbundprojekt „Definierter Abtrag hochbewehrter Stahlbetonstrukturen“ (DefAhS) die aufgetretenen Probleme und Fragestellungen detailliert untersucht werden, um  so die Grundlagen für eine spätere Entwicklung eines praxistauglichen Abtragsgerätes zu legen. Dazu sollen die einzelnen Abtragsverfahren für sich entsprechend optimiert werden. Damit die einzelnen Verfahren nicht unnötig über ihre Einsatzgrenzen hinaus belastet werden, soll zusätzlich dem entstehenden Demonstrator eine Möglichkeit zur Detektion von Bewehrungslagen gegeben werden. Damit kann ein hohes Maß an Betriebssicherheit und Werkzeugstandzeit erreicht werden. Mit den Möglichkeiten und der Umsetzung der Detektion befasst sich federführend der Lehrstuhl für mobile Arbeitsmaschinen des Institutes für Fahrzeugtechnik am KIT. Durch einen ständigen Austausch von neuen Erkenntnissen und Ergebnissen mit den anderen Projektpartnern wird das Gesamtsystem vorteilhaft ergänzt und ermöglicht es, einen funktionsfähigen Demonstrator darstellen zu können und in Situ zu erproben.