MethAnLand - Nutzung natürlich vorhandenen Methans für den Antrieb von Landmaschinen

  • Ansprechperson:

    Christina Gerdes

    Felix Pult

  • Förderung:

    Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

  • Starttermin:

    01.06.2021

  • Endtermin:

    31.12.2023

Projektziel

Der globale Klimawandel wird nachweislich durch die Emission von Treibhausgasen beeinflusst. Die Reduktion von Treibhausgas-Emissionen wird demnach u.a. politisch motiviert angestrebt, um gravierende negative Folgen des Klimawandels zu vermeiden. Methan zählt dabei wie auch CO2 zu den Treibhausgasen und besitzt auf 100 Jahre bezogen ein etwa 21 bis 28-fach höheres Treibhauspotential gegenüber CO2. Insbesondere die Landwirtschaft setzt viel Methan frei. Hier sind die Tier- und insbesondere die Rinderhaltung als Methan-Quellen auszumachen. Ziel des laufenden Projekts MethAnLand ist daher die Untersuchung technischer und wirtschaftlicher Möglichkeiten zum Abfangen und Aufbereiten des natürlichen Methans aus der Luft von Kuhställen. Dieses Methan soll im Anschluss im Antrieb von Landmaschinen genutzt werden.

                 

Vorhabensbeschreibung

Konkret werden im Forschungsprojekt zunächst Möglichkeiten der Methantrennung aus Gasen recherchiert und in Bezug auf eine wirtschaftliche Nutzung untersucht. Der Fokus liegt dabei auf der Verflüssigung von Methan aus der Rinderhaltung zur Nutzung in Landmaschinen durch Kühlung und Unterschreitung der Siedetemperatur aus einer Atmosphäre. Am Mobima wird ein Diffusionsprüfstand zur Analyse der Anreicherungsvorgänge von Methan aufgebaut. An diesem werden Versuche sowohl mit synthetischem Gasgemisch als auch mit Atemgas von Kühen in Abhängigkeit von der Geometrie, der Art der Zuführung, der Verweildauer und des Abzugs der angereicherten Atmosphäre durchgeführt. Ziel ist die Anreicherung des Methangehalts, sodass eine wirtschaftliche Methanabscheidung möglich ist. In einem weiteren Versuchsansatz wird am FBN die Anreicherung und Abscheidung von Methan aus der sauerstoff-, kohlendioxid- und ammoniakhaltigen Abluft von Respirationskammern im Modellmaßstab in Abhängigkeit von der Zusammensetzung des Futters für die Kühe und den Volumenströmen der Kammern erprobt. Auf Basis der in den vorherigen Arbeitsschritten erarbeiteten Ergebnisse werden eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung sowie eine Prozessbewertung durchgeführt und eine ausführliche Dokumentation der Ergebnisse erstellt.