Institut für Fahrzeugsystemtechnik

LT3 - Antriebstechnik - Line Traction 3 Antriebstechnik

Heutige Antriebe von Nutzfahrzeugen verfügen über eine starre Technik, die keine Steuerung bzw. Manipulation der Antriebsleistung am Rad ermöglicht. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Differenzial, das eine unterschiedliche Laufgeschwindigkeit der Räder bei gleicher Vortriebskraft ermöglicht. Bei den im Nutzfahrzeugbereich häufigen Allradantrieben wird über ein zusätzliches Differenzial das Motordrehmoment in einem starren Verhältnis auf die Achsen verteilt. Ein Problem besteht heute in der starren Antriebslastverteilung und den daraus resultierenden Nachteilen wie beispielsweise Traktionsproblemen, Leistungsverlusten durch starres Verteilungsverhältnis und Antriebsverspannungen. Ein vielversprechender Ansatz für Verbesserungen befindet sich in der Entwicklung von Müller Landtechnik im Rahmen des „Line Traction 3“ (LT3) Projektes. Durch die Substitution des Differenzials mit einem hydraulisch regelbaren Planetengetriebe wird eine spezifische Ansteuerung der einzelnen Räder ermöglicht, die auf jede Fahrbahn- und Belastungssituation angepasst werden kann. Dadurch kann Gewicht gespart, die Traktion verbessert und der Reifenverschleiß minimiert werden. Außerdem erlaubt es Torque-Vectoring auch im schweren Fahrzeugbereich.